Moorea vorher | nachher
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Die zurückgelegte Distanz zwischen Tahiti und Moorea beträgt 20 Meilen (37 km)

August 2014

Der Ankerplatz rund um die Marina Taina kann manchmal sehr ungemütlich sein, vor allem bei Phasen mit starkem Schwell aus Südwest. Zwar wird der Grossteil der Wellen am Aussenriff gebrochen, doch ein Restschwell, der durch die zahlreichen vorbeifahrenden Boote im Kanal beschleunigt wird, lässt die Segelschiffe tanzen und stört die Ruhe merklich.

Als die nächste Wellen-Front aus Südwesten angekündigt wird, verlassen wir das Ankerfeld ohne zu zögern. Innerhalb von 4 Stunden erreichen wir einen idyllischen Ankerplatz auf der Nachbarinsel Moorea. In der Opunohu Bay vor dem kleinen Fischerdorf Papetoai werden wir für die nächsten Wochen heimisch. Schnell sind wir mit dem Dinghi an Land. Das Autostoppen funktioniert hervorragend und wenn mal nicht, fährt auch ein Bus 3 bis 4 Mal um die Insel. Ebenso findet man kleine Supermärkte; Restaurants, die gut zu Fuss oder per Dinghi erreichbar sind sowie mehrere schöne Wanderwege.

Unweit vom Ankerplatz, hinter dem Hotel Intercontinental, hat es eine Sandbank, wo man Schwarzspitzenhaie hautnah bestaunen und mit Stachelrochen schwimmen kann. Die Rochen werden seit Jahren gefüttert, deshalb nähern sie sich ohne Scheu, um kleine Leckerbissen in Form von frischem Thunfisch (keine Dosen!) zu ergattern. Trotzdem müssen wir aufpassen, wo wir mit den Füssen hintreten, denn manchmal vergraben sich die Tiere im Sand und sie verteidigen sich nach wie vor mit ihrem Stachel. 

Gut mit Fisch bestrichen, kleben die Rochen einem fast an der Brust.

 

Im Hotel Intercontinental sind auch wir Segler willkommen.

 
 

Die achteckige, protestantische Kirche in Papetoai (19 Jh.) ist das älteste Gotteshaus im gesamten pazifischen Raum.

Im Westen der Insel befindet sich das Tiki Village Theater, ein nachgebautes Museumsdorf à la
Balenberg-Miniausführung, wo auch Hochzeiten auf polynesische Art durchgeführt werden.

Le Tifaifai ist die polynesische Art von Patchwork. Verschiedenste Motive werden auf Stoffstücke
genäht und daraus entstehen u.a. schöne, nicht gerade preiswerte Tisch- und Bettdecken.

 

Polierte Austernschalen ergeben eine schöne Dekoration.

 

Tradition und Moderne

Moorea bietet nicht nur unter Wasser einiges, sondern ist auch an Land sehr vielfältig. Eine schöne Wanderung führt z.B. durch üppige Vegetationen und Ananas-Plantagen von einer Bucht zur anderen (Cooks Bay – Opunohu Bay).

Entlang von Obst- und Gemüseplantagen oder über den Weg "Chemin des Ancêtres" gelangt man zum Belvédère,

von wo man eine fantastische Aussicht über die genannten Buchten sowie den Mont Rotui (899 m) geniessen kann. 

 

Tempelanlage Marae Afareaito

 

Ananas-Plantage

 

Baum der Reisenden

 

Wir können uns an der Gegend nicht satt sehen.

Vanille-Anbau im Tropical Garden

Ein weiterer toller Spaziergang führt von Papetoai hoch zum Magic Mountain. Von dort sieht man wunderbar
die Farbnuancen der Lagune sowie vorgelagerten Riffe. Vanupieds ist das zweite Segelboot von links.

Thierry & Claudia, Robert & Heidi, Claudia & Jörg

   

Ab und zu erreicht uns mit der Strömung ein dicker Algenteppich, nicht der Moment, die WC-Pumpe zu betätigen.

Seltenheitswert: grauer, nebliger Morgen

Ein weiteres Highlight sind die Buckelwale, die jedes Jahr zwischen Juli und September zum Kalben nach französisch Polynesien kommen und vor allem um die Inseln Tahiti und Moorea zu sehen sind.

Von unserem Ankerplatz können wir die Touristenboote gut beobachten. Auf der Suche von Delfinen und Walen fahren sie ausserhalb des Riffs hin und her. Sobald sich eine Gruppe von Booten bildet, ist das für uns das Startsignal. Wir stürzen uns in den Tauchanzug, bewaffnen uns mit Maske, Schnorchel und Flossen und fahren mit dem Dinghi so schnell wie möglich durch die Pass zum Aussenriff. Mehrmals hatten wir das grosse Glück, neben einer Buckelwalmutter mit ihrem Kalb zu schnorcheln. Ein unvergessliches Ereignis.

Es gefällt uns derart in Moorea, dass jeder Grund ein guter Grund ist, die Weiterfahrt zu verschieben. Anfang September finden wir keine Ausreden mehr und lichten den gut im Sand eingebuddelten Anker. Die Insel Huahine ist unser nächstes Etappenziel.

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