Tuamotu vorher | nachher
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Zurückgelegte Distanz zwischen den Marquisen und in den Tuamotu beträgt 723 Meilen (1339 km)

Juni 2014

Am 29. Mai 2014 erreichen wir nach 3 Tagen und 6 Stunden Kauehi, unser erstes Atoll in den Tuamotu. Bevor wir uns sicher in der geschützten Lagune wähnen können, müssen wir erst noch durch die einzige Pass. Der ideale Zeitpunkt für die Einfahrt ist Stillwasser, aber die Gezeitenangaben geben nur die Referenzen der Atolle im Osten und Westen an und wir befinden uns in der Mitte der Tuamotu. Weitere Faktoren wie Windstärke und -richtung und vor allem der Schwell sind massgebend, um das Stillwasser zu beeinflussen. So kann Wind gegen Strömung ernst zu nehmende Sprungwellen (Mascaret) bilden und die Einfahrt für Boote wie wir verunmöglichen.

Nach unseren Berechnungen müsste um 12h00 Stillwasser sein, doch als wir vor der Pass sind, läuft die Strömung immer noch ein und der Wind bläst stark gegenan. Zum Glück ist die Pass breit und kurz. Auf der Seite bleibend, umgehen wir den grössten Teil der Sprungwellen. Bald befinden wir uns im Innern des Atolls und motoren die verbleibenden 10 Meilen, bis wir unseren ruhigen Ankerplatz im Südosten erreichen.

Das kleine Dorf Tearavero im Nordosten der Insel blieb bis jetzt vom grossen Tourismus verschont und ist sehr authentisch. Als wir die Kirche besichtigen werden wir herzlich von einer Einheimischen begrüsst und sogar geküsst.

 
     

Nein, das sind keine Ausserirdische, sondern "Kaveu" oder auch Kokosnusskrebse genannt. Diese Art von Einsiedlerkrebs lebt in der Erde und klettert auf Kokosnussbäume, um sich von der Kokosnuss zu ernähren. Das gekochte Fleisch schmeckt entsprechend zart und süsslich.

Kauehi Lodge

   
 

Strandpatrouille: Ein kleiner, ungefährlicher Schwarzspitzenhai

 
Einsiedlerkrebs

Rund 30 Meilen trennen Kauehi und Fakarava. Das Dorf von Rotoava ist grösser und touristischer. Es hat einige Restaurants, Boutiquen und Einkaufsläden.

Der Gemüsestand bietet lokales und importiertes Gemüse an.

 

 

 

Wir besuchen die Perlenfarm Hinano Hellberg, wo uns der deutsche Besitzer die verschiedenen Etappen der Perlenzucht erklärt.

Mitarbeiter öffnen die Austern.

 

 

Eine Auster produziert ungefähr 3 Perlen während ihrer Lebensdauer. Die Auster bleibt zuerst 18 Monate unter Wasser, bevor der Nukleus (Zellkern) mit einer 3 mm Perlmutt-Schicht überdeckt ist und die erste Perle produziert. Danach wird ein Nukleus der gleichen Grösse der Perle in die Auster gesteckt und der Prozess wiederholt sich noch zwei Mal, um jedes Mal eine grössere Perle als vorher zu züchten.

Der Nukleus ist eine Art Plastikkugel.

  Die Perlen werden nach Glanz, Oberfläche, Grösse, Form und Farbe klassiert.

Hirifa, ein toller Ankerplatz im Südosten von Fakarava.

In Hirifa hat Lisa ein kleines Restaurant. Bei ihr zu Hause hat es sogar einen Fernseher, wo wir gemeinsam ein paar Fussballspiele der Weltmeisterschaft in Brasilien anschauen.

Das kleine Dorf Tetamanu vor der Fakarava Südpass.

 
Die Atoll-Einfahrt ist berühmt wegen den zahlreichen Haien.

Wir machen einen super Tauchgang, werden dabei von mehr als 200 Grauriffhaien sowie einigen Schwarz- und Weissspitzenhaien beobachtet.

Eine Equipe von ARTE ist ebenfalls vor Ort, um die Vermehrung der Zackenbarsche zu filmen. Dieses Ereignis findet im Juli bei Vollmond statt. Während ungefähr einer halben Stunde soll die Pass nur so von Zackenbarschen wimmeln. Die befruchteten Eier treiben mit der auslaufenden Strömung ins offene Meer hinaus und bieten einen Festschmaus für andere, grössere Fische.

Die Ausstrahlung des Dokumentarfilms ist für Mitte Januar 2015 geplant.

Pass Haniuru ist die südwestliche Einfahrt in das Atoll von Apataki.

Wir liegen vor der Marina Apataki Carénage, der einzige Ort in den Tuamotu, wo man Boote mit Tiefgang von weniger als 2 Meter aus dem Wasser nehmen kann.

Der Ankerplatz ist voll mit Korallenköpfen. Damit sich die Ankerkette nicht um diese Köpfe wickelt, bringt Thierry auf den ersten 15 Meter Fender an, dabei wird die Kette leicht vom Grund abgehoben.

Das Wasser ist unglaublich klar. Links einer der 13 Fischhalter, die sich unter Vanupieds zu Hause fühlen; rechts ein Doktorfisch, sofort zur Stelle, wenn was ins Wasser fällt.

Motu Rua Vahine, Apataki Atoll

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